.news 02/2019

ARTKIBO // „Cupido“
Ausstellung von Yutao Gao

 Hotel Braun – ART Hotel, Kirchheimbolanden
Vernissage und Neujahrsumtrunk – Sonntag, 27. Januar 2019
11:00 Uhr
Hotel Braun – ART Hotel
Uhlandstraße 1, Kirchheimbolanden
Besichtigung: Montag bis Freitag, 08:00 bis 23:00 Uhr



Am Sonntag, 27. Januar 2019, 11 Uhr, wurde im ART Hotel Braun in Kirchheimbolanden beim traditionellen Neujahrumtrunk das Kunstwerks des Jahres 2019 präsentiert:

CUPIDO
40 x 55 cm
C-Print, Diasec (2016)

Geschaffen wurde es von Yutao Gao, von dem weitere Fotoprints in den Räumlichkeiten des Hotels gezeigt werden. 1988 in China geboren, studierte Yutao Gao zunächst an der Hochschule der Künste Sichuan in der südwestchinesischen Stadt Chongqing (2007-2011) – die Kunsthochschule zählt zu den acht berühmtesten von ganz China – und schloss hieran ein zweites Kunststudium an der Kunstakademie Düsseldorf an, das er zum Ende des Wintersemesters 2019 mit dem Akademiebrief – als Meisterschüler – in der Klasse von Prof. Katharina Fritsch abgeschlossen hat.

Yutao Gao befasst sich in seiner Kunst mit Fragen von Fläche und Raum, mit der Zwei- und der Dreidimensionalität. Ausgangspunkt sind Fotografien berühmter Skulpturen der griechischen und römischen Antike, Cupido, Leto, Leda mit dem Schwan, Raub der Proserpina etc., aber auch Abbildungen historischer Baudenkmäler der Renaissance und Barockzeit in Italien.

Außerhalb der Gesetzmäßigkeiten der Geometrie erspürt Yutao Gao eine räumliche Tiefe in den Abbildungen, die er über den Farbscanner zieht und manchmal großflächig mit Acrylfarbe bearbeitet. Das Ergebnis ist eine vielschichtige, schillernde Farbigkeit, die in weichen Schlieren über das Bild zieht und mit der Härte des Marmors korrespondiert.

Der Künstler sagt: „Mit dem Scan-Vorgang (zehn Sekunden) füge ich die Zeit als dritte Dimension zur 2D-Welt hinzu. […] Ich glaube, dass zwischen der zweidimensionalen und der dreidimensionalen Welt eine unerforschte unbekannte Welt existiert, durch die die Zeit braust. Diese Welt ist wie ein tiefer Fluss, der zwar das sichtbare Land links und rechts hinter den Ufern miteinander verbindet, selbst aber unergründlich bleibt. Diese Welt ist für mich als Künstler viel attraktiver und spannender.“

« zurück